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von Cai am 20.04.2019 12:55

Allgemeines
Vollständiger Name: Cai Art Disney
Spitzname:
Geburtsdatum: 13.06.2006, gibt sich derzeit jedoch als 23 aus
Geburtsort: Abaeron Hospital, Wales
Wohnort: Llangrannog, Wales
Charakter: sensitiv, albern, stur, eifersüchtig, gewissenhaft, pflichtbewusst, aber dennoch leichtsinnig und wagemutig, frech, einfallsreich, idealistisch und perfektionistisch, besonders wenn es um ihn selbst geht, oft zu neugierig und zu spät zurückhaltend, versucht stets optimistisch zu sein
Aussehen: mittlerweile 173cm groß und ausgewachsen, dunkelbraune Augen, schwarzes Haar, das unter bestimmten Lichtverhältnissen leicht bräunlich wirkt und hin und wieder von seinen Geschwistern gefärbt wird - momentan ist es blond, eigentlich Brillenträger, "verlegt" seine Brille aber gerne und oft und trägt stattdessen Kontaktlinsen, schlank gebaut, aber durchaus muskulös durch die vielen Jahre des Quidditchtrainings und Surfens, hatte auch einmal eine Zahnspange
Besonderes Merkmal: eye smile


Magisches
Blutstatus: Muggelgeborener
Wesen: Zauberer
Fähigkeit:
Engagement: neutral
Zauberstab: Weide, Einhornhaar, 9 Zoll, leicht biegsam und erstaunlich hübsch verziert, wenn auch durch das Turnier relativ zerkratzt
Patronus: Schaf
Irrwicht: Feuer
Spiegel Nerhegeb: bei jedem Blick in den Spiegel ändert sich das Bild: beim einen Mal sieht er sich zusammen mit seiner Familie wie sie noch heil und glücklich sind, beim anderen Mal sieht er nur sich und seinen Großvater zusammen mit ein paar Schafen im Hintergrund. Merkwürdigerweise befindet sich aber jedes Mal ein junger Mann mit pinken Haaren neben ihm, dessen Gesichtszüge früher immer verschwommener wurden je mehr sich Cai auf ihn zu konzentrieren versuchte. Mittlerweile erkennt er darin Walter. Außerdem ist ein drittes Bild hinzugekommen, das er am häufigsten sieht: er selbst umgeben von Jasper, Walter, seinem Grandpa und seinen Schafen
Amortentia: Schweiß, schwüle Sommernächte, und Kirschen; die Farbe ist ein verblasstes Pink

Schule & Beruf
Schule: Hogwarts
Haus: Ravenclaw
Klasse/Abschluss: vorübergehend abgebrochen
Position: Schüler || Champion für Ravenclaw beim Tournament of the Four 2021/22 - 2. Platz
Quidditch: Sucher
Lieblingsfach: Pflege magischer Geschöpfe, Zauberkunst, Geschichte der Zauberei
Hassfach: Wahrsagen
Traumberuf: irgendetwas mit Tieren: Drachenwärter, in der magischen Menagerie, als Pfleger in einem Zoo, etc.
Ausbildung:
Beruf: (Rasenmäheraufpasser und Schüler) Surflehrer in einem Muggeldorf


Familie
Mutter: Daehyun Na
Vater: Cynwrig Disney
Schwester: Wyn Efa Disney, Lyn Grug Disney
Zwilling: Dai Awstin Disney
Großvater: Fflamddwyn Disney, nennt sich seit dem großen Brand aber nur noch Gareth


Liebesleben
Sexualität: pansexuell
Crush: Walter Pixar
Ex-Crush: Afan Williams, Mab Rees, Emrick Jones, Gwyndolyn Davies
Ist verliebt in: Walter Pixar
War verliebt in:
Hat geküsst: ein paar namenlose Mädchen und Jungs auf diversen Dorffesten, insbesondere wenn er bei den Kussbuden aushalf, Mab Rees, Emrick Jones, Gwyndolyn Davies, Walter Pixar
Wurde geküsst von: Jasper Jackson (zweimal)
Techtelmechel: Walter Pixar
(Freund/in: Walter Pixar)
Exfreund/in:


soziale Kontakte
Bekannte: Jessica Wilson
Findet sympathisch:
Freunde: befinden sich hauptsächlich in Llangrannog, Hugo Weasley, Walter Pixar
Sandkastenfreund:
Beste Freundin:
Bester Freund: Sechzehn & Jasper Jackson
Gewisse Abneigung:
Hassfreundschaft:
Feinde:
Erzfeind:

« Y mae dafad ddu ym mhob praidd. »
well, it better be black and it better be tight [and it better be just my size]
von Cai am 27.04.2019 00:33Als der jüngere und wohl noch ungeplantere Zwilling kam Cai am Dienstag, den 13. Juni 2006 im Abaeron Hospital in Wales zur Welt. Cais Eltern waren sehr überrascht und vielleicht sogar etwas überfordert von der erneuten Schwangerschaft, doch dank der Hilfe seines Großvaters und seiner großen Schwestern konnten er und sein Zwilling Dai gut und behütet aufwachsen.
Zumindest im Falle Dais war dies so, denn Cai schien ständig in irgendwelchen Unfällen verwickelt zu sein. Es war nicht ungewöhnlich für magische Kinder Anzeichen ihrer Fähigkeiten zu zeigen, doch Cai wuchs in einem Muggelhaushalt auf, in dem ihm keiner sagen konnte, er solle seine Gefühle zügeln, denn sonst passiere etwas. So war es auch seine Schuld als die Scheune 2010 plötzlich anfing zu brennen als er beim Versteckenspielen nach seiner Schwester Lyn suchte und immer frustrierter wurde. Da er gerade erst 4 Jahre alt war, wusste er nicht, was er tun sollte, und stand überfordert und verängstigt da, während seine Schwester in den Flammen langsam unterging. Erst durch seinen Großvater, der ihn kurzerhand aus der Scheune trug, schnappte er aus seiner Trance und fing an, sehr stark zu weinen. Dies verschlimmerte das Feuer allerdings nur. Letztlich war es sein Vater, der Lyns Abwesenheit bemerkte und sie aus dem brennenden Gebäude holte. Später würde das Tuscheln darüber anfangen, dass sein Großvater die Scheune absichtlich in Brand setzte, um Lyn loszuwerden, da er ja nur Cai rausgeholt hatte. Die ältere Generation der Familie war sich im Klaren, dass Cai das Feuer irgendwie verursacht hatte, doch wie erklärte man, dass ein kleines Kind das war? Der Einfachheit halber sagten sie nichts dazu und der Großvater akzeptierte sein Schicksal, änderte aber dennoch seinen Vornamen in der Hoffnung, dass die Leute vergessen würden.
Lyn zierten bis heute noch mehrere Brandnarben, besonders in ihrem Gesicht und an ihrem linken Arm. Die verkohlte Scheune stand ebenfalls unverändert, wenn auch etwas durch die Jahre mitgenommen, noch immer da. Cai bildete sich oft ein, sie würde nur noch stehen, damit er nie vergaß, was er angestellt hatte und sich immer beherrschte, denn nach dem Brand wurde er dazu verdammt, mit seinem Großvater in einer kleinen Hütte zu leben und über die Schafe zu hüten.
Als Kind verstand er nicht, wieso er von seinen Geschwistern und Eltern getrennt wurde, und fühlte sich ungerecht behandelt, doch sein Großvater zeigte ihm für jeden Ausraster seiner Eltern nur umso mehr Liebe und Fürsorge. Diese Ausraster führten jedoch dazu, dass Cai zu jedem aus seiner Familie - außer natürlich seinem Großvater - eine distanzierte Beziehung führte. Auch wenn seine Geschwister ihn immer wissen ließen, dass sie ihn gerne hatten und besonders als sie älter wurden mehr Zeit mit ihm verbrachten, so fürchtete er sich noch immer vor möglichen Strafen und wich ihnen weiterhin öfter als nicht aus.
Mit 11 Jahren bekam Cai unerwarteterweise seinen Hogwartsbrief. Einerseits freute er sich, weil er irgendwo besonders war, andererseits hieß das auch, er müsse seinen Großvater und seine Schafherde, die ihm dank seinem dreibeinigen Schaf Sechzehn noch enger ans Herz gewachsen war, verlassen. Während sein Großvater ihm Mut zusprach, schien es als hätten seine Eltern nun endgültig einen Grund, ihn zu verstoßen.
Auf der Zugfahrt zum Schloss traf Cai einen Jungen namens Jasper Jasen Jackson, der sich ungefragt in sein Abteil setzte und ihn zunächst anschwieg bis er ein Gespräch anfing. Cai war erleichtert, dass er nicht der einzige Muggelstämmige war und somit nicht alleine schrecklich viele Faux-pas begehen würde - zudem hatte er jetzt schon einen Freund gefunden! In Hogwarts angekommen, wurde Cai genauso wie Jasper ins Haus Ravenclaw eingeteilt. Hogwarts ermöglichte ihm einiges: Zum einen konnte er sich nun noch mehr mit Tieren auseinandersetzen, andererseits musste er sich nicht mehr so zurückhalten, um nicht versehentlich zu zaubern. Außerdem trat er der Quidditchmannschaft seines Hauses bei, was ihm sehr gefiel, da er auf dem See natürlich nicht surfen konnte, aber nichtstun ihn zu kirre machte. Wenn er in den Ferien zu Hause war, verbrachte er viel Zeit mit seinen alten Schulfreunden und wann immer er Gefühle für jemanden hegte, gestand er dies der Person auch relativ schnell. Er bemerkte auch, dass er sowohl für Mädchen als auch für Jungs und alles zwischendrin schwärmte. So machte er es sich zum Hobby, so viele Leute wie möglich zu küssen, immerhin hatte er einmal gehört, dass Küssen glücklich machte. Die meisten Küsse sammelte er auf Dorffesten, wenn er bei den Kussbuden mitmachte. Die anderen Male waren es Leute, für die er irgendwann geschwärmt hatte (und Jasper, obwohl dieser ihn geküsst hatte, auch wenn er noch immer das Gegenteil behauptete).
In den Weihnachtsferien im 4. Jahr an Hogwarts entwischte Sechzehn Cai irgendwie und weil er ihn an seinen üblichen Orten nicht fand, ging er aus Verzweiflung in die Winkelgasse, in der er Passanten nach seinem Schaf fragte bis er ein blondes Mädchen traf, das Schlaf zu wenig wertschätzte. Sie sprachen über Sechzehn, der offensichtlich eine Zahl anstatt eines anständigen Namens hatte, und auch über Künstler. Cai vergaß jedoch schnell das Mädchen, das Gespräch und alles um sich herum als er endlich sein Schaf wiederfand. Mit einem gutaussehenden Jungen. Einem sehr gutaussehenden Jungen. Mit pinkgefärbten Haaren. Er würde ihn für diese Wahl nicht be- oder verurteilen, immerhin war er so gutaussehend, dass sein Atem, sein Herz, sein Gehirn und jegliches andere seiner Organe aussetzten und er plötzlich nicht mehr wusste, wer er war und wieso er überhaupt dort stand. So hübsch zu sein, meinte er gedacht zu haben, ist doch eigentlich bestimmt verboten. Nicht einmal Wyn und Lyn sind so hübsch, und sie sind Mädchen. ...Was? Als der atemberaubende adrette junge Mann ihm anfing eine Strafpredigt zu halten, dass er Sechzehn doch so schlecht behandelte und bestimmt vielem mehr, an das sich Cai nicht mehr erinnern konnte, denn wer konnte es ihm schon verübeln, diese gefährlichen Lippen anzustarren anstatt zuzuhören?, kehrte wieder etwas Leben in ihn zurück und er versuchte stotternd mit geröteten Wangen sich zu verteidigen. Anbetracht der Tatsache, dass er gerade einen der größten Aussetzer seines Lebens hatte, wenn nicht überhaupt den Größten, den es jemals geben würde in der Geschichte der Menschheit und aller Universen vereint, fand er, dass es einigermaßen ganz okay lief. Der Junge allerdings wollte Sechzehn adoptieren, und das konnte Cai beim besten Willen (und bei all der Schönheit und Eleganz, die der andere schier mühelos ausstrahlte) nicht zulassen. Ganz abgesehen davon, dass es sein Schaf war und er seinem Großvater versprochen hatte, auf seine Herde aufzupassen wann immer er wieder Zuhause war, so würde er niemals einem attraktiven Fremden eines seiner Tiere überlassen - erst recht nicht, wenn es nur dreibeinig war und der andere Fremde einen merkwürdigen Akzent hatte. Oder doch eher keinen Akzent? Wie auch immer, es klang heiß und wenn er nicht seine Lippen auf die des anderen hätte drücken wollen, so hätte er ihm liebend gerne stundenlang zugehört. Oder auch nur angehört, denn viel mitbekommen hätte er sicherlich nicht. Hatte er schon erwähnt, dass der Junge gutaussehend war? Wow, unfair. Irgendwie setzten die beiden sich zusammen auf eine Bank mit Sechzehn als unaufhaltsame Grenze zwischen ihren Beinen, da der Junge partout nicht nachgeben wollte. Cai, um sich ein wenig von der Nähe des anderen abzulenken, fuhr mit seiner Hand über die Wolle des Schafes. Dabei fiel ihm erst nicht auf, dass seine Hand zwischenzeitlich auf den Oberschenkel des anderen gerutscht war und er statt seines Schafes, den Jungen gestreichelt hatte. Als ihm das endlich auffiel, wollte er halb aus Scham sterben (zur anderen Hälfte aus Glück, denn niemals würde ihm jemals wieder etwas besseres passieren als den anderen zu berühren - und dann auch noch so überraschend intim). Seine Hand auf dem Jungen bedeutete jedoch, dass Sechzehn erneut abgehauen war, und so schiebte Cai erneut Panik und zwang den anderen, ihm bei der Suche zu helfen. Immerhin hatte er ihn eben erst adoptieren wollen, also traf ihn ebenfalls die Verantwortung hierfür! Ganz abgesehen davon, dass es ohnehin seine Mitverantwortung gewesen wäre; so wie er aussah, war er perfekt für ein Pornomagazin, das nur das Gesicht zeigte, aber das hatte Cai natürlich niemals gedacht. Als sie Sechzehn endlich fanden, verschwand der Junge schnell und so ging auch Cai samt Schaf wieder zurück.
In seinem 5. Jahr hatte Cai gehört, dass ein pinkhaariger Schüler mit merkwürdigen Akzent sich für das Tournament of the Four beworben hatte. In ganz Hogwarts hatte er nie auch nur eine Person getroffen, auf die diese Beschreibung hätte zutreffen können, also musste es wohl der Fremde von der Winkelgasse gewesen sein. Da er diesen unbedingt wiedersehen wollte nach all den schlaflosen Nächten mit diesen merkwürdigen Gefühlen, mit denen Cai nichts anzufangen wusste, sich aber sicher war, dass sie erst kamen nachdem er ihn getroffen hatte, und ihn vielleicht auch etwas beeindrucken wollte - es hieß ja nicht ohne Grund „Willst du sie haben, dann brauchst du Narben" - bewarb auch er sich nervös mit zittrigen Händen. (Und als er erfuhr, dass er einer der Champions wurde, aber der pinkhaarige Junge nicht, wollte er auch nur vielleicht von einer der walisischen Klippen springen.)
Auch wenn er wusste, dass er sich auf das Turnier vorbereiten sollte, so wollte Cai noch einen letzten freien Nachmittag genießen (gelesen: die Jungs aus seinem Schlafsaal haben ihn rausgeschmissen, weil sie sein Jammern nicht mehr hören wollten) und ging an einem noch angenehm warmen Tag an den See. Eigentlich wollte er schwimmen, doch hatte er dank dem spontanen Entschluss vergessen, seine Badehose mitzunehmen. Da er ohne Brille oder Kontaktlinsen quasi nutzlos war, hat er nicht mitbekommen, dass noch jemand auf die glorreiche Idee gekommen war, im Herbst schwimmen zu gehen, und entschied sich deshalb kurzerhand, einfach seine Unterwäsche für die paar Momente zu zweckentfremden. Anfangs ließ er nur seine Beine im Wasser baumeln, da sein Großvater ihm beigebracht hatte, dass man langsam ins kühle Wasser sollte, und flitschte deshalb ein paar flache Steine bis er sich langsam ganz ins Wasser begab. Erst schwamm er, bis er irgendwann für einen Moment abtauchte und vor einem zuckenden Etwas wieder auftauchte - sein männlicher Schrei, gefolgt von mehreren ebenso männlichen Schreien, war natürlich unumgänglich. Dieses Etwas stoppte dies, indem es seine Hand auf Cais Mund drückte, allerdings resultierte daraus, dass Cai und Etwas sich mehr oder weniger stritten bis Cai seine Augen zusammenkniff und erkannte, wen er da vor sich hatte: seinen Crush den Jungen aus der Winkelgasse! Cai fiel schnell sein unglücklicher Zustand ein und versuchte so schnell wie möglich - nachdem er sich selbst zwickte, kreischte und den Pinkhaarigen mit Wasser vollspritzte - viel Abstand zwischen den beiden herzustellen, indem er zurück ans Ufer schwamm. Dort angekommen ging er davon aus, dass der andere weiter die Dinge tat, die sein Crush eben so tat, und ließ sich beim Abtrocknen und Hemd anziehen Zeit, die er natürlich nicht hatte, denn der andere war ihm leise gefolgt und erschreckte ihn erneut. Erst richtete Cai seinen Zauberstab auf ihn, denn selbst wenn er einen Professor verhexen sollte, so würde er kein Spannen zulassen. Es stellte sich - wieder - heraus, dass es nur sein Crush war und aus Panik versuche Cai ihn mit dem Obliviatezauber vergessen zu lassen, traf jedoch einen Baum, was er aber nicht bemerkte. Das nutzte der Pinkhaarige und tat so, als hätte er komplett alles vergessen. Cai wurde immer panischer je länger der andere seine Spielchen trieb, jedoch löste dieser den Schein auf, als er Cai seinen Namen in sein Ohr flüsternd mitteilte - Walter. Daraufhin versuchte Cai den Obliviatezauber nur noch einmal, doch Walt (sein Crush hatte endlich einen Namen!) nahm ihm seinen Zauberstab weg und beim Versuch, diesen wieder zurück zu ergattern, drückte der Pinkhaarige Cai kurzerhand auf den Boden. Erst überrascht von der plötzlichen Nähe, dann etwas überfordert und eingeschüchtert versuchte Cai sich zu befreien, doch der Halt des anderen war einfach zu stark für seine halbherzigen Versuche, also gab er auf und sie unterhielten sich so weiter. Walter fragte, wie hätte es auch anders kommen können?, weshalb Cai beim Turnier überhaupt mitmachte, wenn er doch so schwach war, und mit seinem ganzen Mut gestand er beim zweiten Mal, dass er sich bewarb, um eben den anderen wiedersehen zu können. Enttäuscht, aber nicht überrascht nahm er Walts Reaktion etwas gereizt und verwirrt hin, da dieser sich nun natürlich die Schuld gab. Er ließ von Cai ab und stand auf, murmelte etwas von wegen er hätte sich nie einmischen sollen und verwirrte Cai damit nur noch weiter, doch als er nachfragte, meinte Walter nur, er hätte keine Ahnung, worauf er sich da eingelassen hatte, er wäre ja noch ein Kind und hätte sowieso keine Chance. Anbetracht der Tatsache, dass Walter nun einmal Cais Crush war, nahm dieser den Kommentar sehr krumm und verlangte nach seinem Zauberstab, und auch wenn Walter sich entschuldigte und ihm diesen sofort wiedergab, so wollte Cai nichts davon wissen. Walter ging daraufhin zurück ins Schloss, während Cai noch einen Moment da blieb und dann wütend in seinen Schlafsaal stürmte, in welchem er Jasper auffand, der natürlich schon halb wusste, was Cai so aufregte, ihm aber dennoch zuhörte. Schließlich schlug Jasper vor, mit Cai auf den Ball zu gehen, um Walter eins auszuwischen, immerhin sah es so aus, als wäre da etwas gelaufen. Was das sein sollte, war Cai nicht bewusst, da ihm nur noch der Kind-Kommentar im Kopf herumschwirrte und er jetzt wohl offiziell wusste, dass er keine Chance bei Walter hatte. Auf dem Bett kuschelnd, denn Cai kannte keine andere Form, wie man andere oder sich selbst schnell aufmuntern könnte, sprachen sie dann über alles und nichts bis Cai wieder in sein Bett ging und sie sich beide schlafen legten.
Am nächsten Abend traf sich Cai mit Professor Mills, die sein Coach für das Turnier sein sollte, im Lehrerzimmer. Viel fand Cai dabei nicht heraus, aber ihm wurde versichert, er würde nicht sterben und das war schon einmal gut genug für ihn. Allerdings hieß das Training für ihn, dass er nicht nur praktische Übungen absolvieren würde, sondern auch, dass er theoretische Hausaufgaben aufbekam. Als glänzender Ravenclawmusterschüler ging er deshalb direkt nach dem Treffen in die Bibliothek, um schon einmal ein wenig zu recherchieren. Er räumte ein ganzes Regal Bücher leer, die auch nur ansatzweise mit Grindelohs, Acromantula oder Irrwichten zu tun haben könnten, und beschützte diese Bücher mit seinem Leben. So kam es auch, dass, als ein Schüler ein Buch von seinem Stapel nahm, er sofort seine Hand nach diesem ausstreckte. Darüber meckernd, dass ihm nicht alle Bücher gehörten, gab der Schüler Cai das Buch wieder, der es fortan mit seiner Hand bedeckte. Vor allem da er heraushörte, dass es sich um Walter handelte und er ihm den Kommentar noch immer sehr übel nahm. Er ignorierte also Walt und kümmerte sich weiter um seine Extraaufgaben bis er jemanden hineinkommen hörte und beim Aufsehen bemerkte, dass der Neuankömmling eines der Bücher hatte, die er unbedingt brauchte. Ein schnelles Entkommen von Walts Starren fand Cai, indem er prompt zum Neuen lief, sich vorstellte und nach dem Buch fragte. Der Schüler, Hugo wie er meinte, dass er hieße, sagte Cai, er würde das Buch zurückgeben, damit er es ausleihen könnte, jedoch fiel ihm Walters Blick auf nachdem Cai Hugo prompt zu seinem Freund erklärt hatte, und sprach Cai darauf an, dass sein Freund wohl mies gelaunt starren würde. Cai, der zuerst dachte, Hugo spräche von dem fast kopflosen Nick, der gerade seine Runde durch die Bibliothek schwebte, war etwas verwirrt bis Hugo auf Walt zeigte und Cai resigniert meinte, das wäre nicht sein Freund und er hätte den Pinkhaarigen noch nie gesehen. Der Pinkhaarige gesellte sich daraufhin zu ihnen und teilte Hugo mit, dass Cai wütend auf ihn sei, da er einen nicht allzu netten Kommentar abgelassen hatte. Es ging eine Weile hin und her: Cai, der vehement seine momentane Abneigung (die Jasper später auf Grund seiner Gedanken hinterfragen würde) gegenüber Walt verdeutlichen wollte, genauso wie die Tatsache, dass sie sich nicht einmal wirklich kannten, Walter, der später zustimmte, dass er nicht Cais Freund war, und Hugo, der als unbeteiligter Dritter versuchte, die ganze Situation zu schlichten. Schließlich meinte Walter irgendwann, dass es schon spät sei, weshalb sie jetzt alle schlafen gehen sollten, doch Hugo schlug vor, dass sie noch eine heiße Schokolade trinken sollten. Walt zeigte auf sein Vertrauensschülerabzeichen, um wohl zu verdeutlichen, dass er es nicht zulassen konnte, weshalb Cai, der der heißen Schokolade nicht abgeneigt war, dieses einfach kurzerhand wegnahm. Dies gefiel Walter nicht und er drückte Cai gegen das nächste Regal, während er nach seinem Abzeichen verlangte. Cai fragte daraufhin Hugo nur, ob er schnell rennen konnte und nachdem dieser bejahte, warf er ihm das Abzeichen grinsend zu. Hugo fing es und griff daraufhin nach Cais Arm, rannte mit ihm in den 7. Stock und zusammen ließen sie Walter in der Bibliothek stehen. Im 7. Stock angekommen zeigte er einem nach Atem ringenden Cai, dass es den Raum der Wünsche tatsächlich gab, den Cai zunächst für ein Mythos hielt, weil er ihn nie gefunden hatte. Als sie hineingingen, standen schon zwei Tassen Schokolade auf einem Tisch, was Cai für sehr verdächtig hielt und deshalb zu Hugo sagte, dass die Schule wohl versuchte, sie umzubringen. Die Diskussion ging noch ein wenig weiter bis Cai sich verabschiedete, da er ja noch seinen Weg zurück zum Ravenclawturm machen musste und er das Gefühl hatte, je mehr Zeit verstrich, desto eher wurde die Wahrscheinlichkeit, dass man ihn erwischen würde.
Die Tage vergingen Cais Meinung nach viel zu schnell und so fand er sich samt Jasper erneut im Lehrerzimmer bei Professor Mills wieder. Erst sollte er alles über die Gründung Hogwarts und den vier Gründern erzählen, das er wusste, danach sollte er sagen, was er machen würde, wenn er gegen einen Basilisken kämpfen müsste. Cai war etwas schockiert davon, dass er über Basilisken wissen sollte - obwohl das gar nicht Teil der Hausaufgabe war! - und noch schockierter, dass sie wohl Basilisken für eine Aufgabe in Betracht zogen. Jasper hielt seine Hand, um ihn etwas zu beruhigen, also stammelte Cai seine Antwort. Daraufhin hatte Professor Mills etwas Erbarmen mit ihm und befragte ihn über Grindelohs. Dieses Erbarmen hielt allerdings nicht lange, denn danach sollte er einen Irrwicht bekämpfen. Nach viel Widerstreben Cais stellte er sich diesem, doch fiel ihm einfach nicht ein, wie man Feuer lächerlich machen sollte. Verzweifelt verkleinerte er es in ein Streichholzfeuerchen und Professor Mills schickte den Irrwicht wieder in den Schrank, auch wenn er dort drin kurz wieder in das Feuer aufloderte, das Cais größte Angst widergespiegelt hat. Damit wurde das Treffen beendet und Jasper und Cai gingen hinaus, während Cai, der sich vom Zusammentreffen des Irrwichts nicht so schnell erholen konnte wie er wollte, sich ausmalte, wie das Feuer ganz Hogwarts abbrennen würde und er dafür nach Askaban geschickt würde. Damit fing wieder einmal eine Diskussion an, die zur großen Kussfrage führte, und Hugo, den die beiden bis dahin nicht bemerkt hatten, meinte, er würde Cai immer nur dann treffen, wenn er sich mit jemandem stritte. Die drei Jungs unterhielten sich miteinander (Jasper, der natürlich alles sofort über Hugo herausfand, bezeichnete eben diesen als Streber und Cai nahm sich vor, Okklumentik zu lernen, um wenigstens manchmal vor Jasper geschützt zu sein). Langsam bemerkte Cai wie sehr ihm das Treffen mit Mills eigentlich zugesetzt hatte und so verabschiedete er sich von den beiden, ehe er sich in seinen Schlafsaal verzog und ein Nickerchen hielt.
Keine zwei Tage später machte er den Parcour Professor Mills, bei dem er die Wappen der Häuser finden sollte, die zusammengetan zu einem Hogwartswappen werden sollten. Das erste Wappen wurde im See von Grindelohs beschützt, das Zweite in Hagrids Hütte von Wichteln, das Dritte am Waldrand von einer kleinwüchsigen Acromantula, und das Vierte und somit Letzte ebenso dort von einem quasi-Dementor. Eins war schon einmal sicher: Professor Mills hatte ein wenig an Sympathiepunkten verloren. Außerdem würde er den Muskelkater morgen beim Quidditchtraining wohl besonders fühlen. Und die ihm zugefügten Kratzer der Acromantula, die zugegebenermaßen weitaus mehr als nur Kratzer waren, sowie die Nachwirkungen des Bekämpfen des Irrwichts von ein paar Tagen und des Pseudodementors heute würden ihn ebenfalls noch ein paar Tage begleiten. Worauf hatte er sich bloß eingelassen?

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