The Heart and the Head

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Katleya

97, Weiblich

Reinblut. Werwolf. ehemalig Slytherin. Böse gesinnt. Single.

Beiträge: 21

The Heart and the Head

von Katleya am 09.03.2019 17:30

Ich werde euch mit den dunklen Gedanken meines Lebens in Form einer FF quälen, muhahaha xD Spaß~
Ich werd hier einfach ein paar Sachen veröffentlichen, die ich so geschrieben hab x3
Ich würde mich über Feedback freuen!
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  • The Heart and the Head[Pt.1]
Draußen war es dunkel, die ganze Stadt lag in der Dunkelheit. Niemand wagte es noch hinaus zu gehen. Sie alle fürchteten den Krieg, fürchteten den Tod.
„Du hast so ein großes Herz."
Ihre Stimme war nicht mehr als ein Flüstern, ihre Augen versuchten mehr von dem Ort zu erkennen, den sie als ihr Basislager bezeichneten. Es war fast schon lächerlich. Lächerlich wenn man ihren Sturz betrachtete. Den Sturz von der Priesterin zu einer Verdammten. Der Sturz von der Geliebten zur Gehassten. Und das alles nur wegen eines Feuers. Eines Feuer, welches ihr ganzes Leben niederbrannte. Wegen eines Feuers, das über das Land zog als würden die Götter jeden Einzelnen bestrafen. Es nahm alles Leben, ohne Unterschiede. Weder die Schwachen, noch die Starken, weder die Alten noch die Jungen, die Guten oder die Bösen, sie alle sind als das gestorben was sie waren – Menschen. Die Flammen verbrannten das lebende Land zu einer Wüste, lebenswidrig, dunkel. Shayla hatte gebetet. Sie hatte jeden Gott, dessen Name in ihren Sinn kommen gefragt, angefleht ihr eine Antwort zu geben und doch blieb jedes Gebet erfolglos und die letzten, die lebten verstießen sie. Damit verlor Shayla ihr Vertrauen die in die Welt und in die Götter. Jetzt war sie nur noch die Verbannte, nach deren Leben getrachtet wurde.
Es ist was man aus der menschlichen Sicht als eine Tragödie bezeichnet, aber vielleicht, nur vielleicht, ist es auch das Zeichen der Götter, dass wir auf dem falschen Weg wandelten. Wir brauchten ein Zeichen, nur eines, damit wir sehen, dass wir falsches tun und unseren Weg ändern müssen.
 
Niemand hatte ihre Stimme vernommen und dann floh sie. Sie verließ das Ödland, sie verließ die Lebenden, die Toten und auch die Götter.
Mögen zumindest ihre Seelen ihren Frieden finden.
Und nun, Monate später, war sie hier. Sie beobachtete den Mann, den sie lange schon für tot erklärt hatte.
„Du kannst ihre Kleidung tragen, aber das macht dich nicht zu einen von ihnen."
Viele wandten sich ihr zu, viele schienen nicht zu verstehen was sie sagte, wenn sie die Sprache verstanden, dann doch nicht den Hintergrund. Nur einer zwischen diesen Leuten stand still, sein Atem stockte für wenige Sekunden, diese Stimme brachte ihn aus der Fassung.
„Wer sind Sie? Wie sind Sie hier reingekommen?"
Waffen erhoben sich in ihre Richtung. Messer und Dolche richteten sich auf ihren Kopf, ihren Hals und ihr Herz. Die blonde Frau hob ihre Hände als Zeichen der Kapitulation, den Blick fest auf den Mann gerichtet, der es noch immer nicht wagte sich umzudrehen. Den Verräter, der seine eigene Familie und sein eigenes Dorf in einem Akt der Rache niederbrannte und jetzt hier vorgab ein rechtschaffender Mensch zu sein.
„Willst du es ihnen nicht sagen? Willst du ihnen nicht sagen, dass du weißt was ich gerade gesagt habe? Sollen sie nicht wissen, dass-„
„Sei still!", plötzlich erhob sich seine Stimme, seine Hände waren zu Fäusten geballt und sie zitterten. Er musste sie unterbrechen um zumindest einen Teil seiner dunklen Vergangenheit zu wahren. Er wusste einige verstanden ihre Sprache, aber solange sie den Hintergrund nicht kannten war er sicher.
„Was willst du, Priesterin? Sollen wir dich retten, Shayla?"
Seine Stimme klang dunkel, bedrohlich, aber als er sich umdrehte und sie ansah während er ihren Namen aussprach sah sie in seinem Blick, dass er sich bemühte nicht die Fassung zu verlieren. Vermutlich reizte ihn, neben der Tatsache, dass sie noch lebte, ihr Lächeln. Sie wusste was zu tun war um ihn zu reizen, das wusste sie schon immer.
„Du kannst mich nicht mehr retten, Verräter. Wer du früher warst hätte es vielleicht gekonnt, aber das was du jetzt bist kann niemanden retten."
Sein Blick wand von Überraschung zu Wut und ihr war klar, dass sie eine Grenze überschritten hatte. Schon immer hatte er versucht alle zu schützen, schon immer wollte er alle retten.
„Nehmt sie fest. Legt sie in Ketten, sie könnte eine Gefahr darstellen."
Vermutlich wäre seine Überraschung geringer gewesen, wenn er gewusst hätte, dass sie jedes seiner Worte verstand. Es war nicht unbedingt normal, dass Priester verschiedene Sprachen beherrschten, da ihr Wirkbereich eingeschränkt war, doch wenn Shayla ehrlich zu sich selbst war, war sein überraschtes Gesicht ihre Mühe diese Sprache annähernd zu lernen wert.
Auch seine Wachen waren von ihrer Gewalt ihnen gegenüber überrascht, rechneten nicht mit der Kraft, die diese zierliche Frau hatte.
„Du kannst niemanden retten, den du schon getötet hast."
Ihre Worte waren so hasserfüllt wie ich Blick es war. Ihre Stimme nicht viel mehr als ein Hauch von Rauch, der seine Zuversicht auf die Knie zwang. Und doch dauerte es nicht lange bis sie in dem Blut der Wachen kniete, die sie getötet hatte. Es waren zwei weitere Männer, die der Krieg der beiden um Leben brachte. Ihr schmerzerfülltes Stöhnen brachte ihn wohl zurück ins Jetzt, denn sein Blick fiel kühl auf ihren Körper zu seinen Füßen.
„Nehmt sie fest."
Es waren die letzten Worte, die sie hörte, ehe ihr Körper dem Schmerz nachgab, der von ihrem Hinterkopf ausging. Sie wollte aufstehen, doch ihr Körper gehorchte ihr nicht, die Welt um sie herum schien sich immer mehr zu drehen bis sie schließlich in tiefer Dunkelheit versank.
Wenige Stunden waren vergangen seit der junge Mann die Frau hatte festnehmen lassen, er beobachtete sie in ihrer Zelle. Sie zuckte und stöhnte. Alpträume schienen sie zu quälen. Zu Recht, wie er fand. Schließlich hatte er zwei weitere Männer ihretwegen verloren. Bisher war er sich nicht sicher gewesen, aber jetzt, wo sie vor ihm lag, brauchte es keiner Beweise, dass sie noch lebte. Diese Zweifel folgten ihm schon lange auf seinem Weg. Seit er damals das Dorf zum Brennen brachte. Seit er damals mehrere hundert Leute hatte brennen lassen. Sicherlich war es nicht fair gewesen, aber wie hätte er sich der Wahrheit auch verschließen können, die die Sekte ihm gezeigt hatte? Wie hätte er seinen Rettern diesen Befehl verweigern können? Er lebte jetzt bei Ihnen, war einer von ihnen. Er beobachtete Shayla beim Blinzeln, ihre Hand tastete nach ihrem Hinterkopf, das blonde Haar war etwas rot – zugegeben, die Wache hatte etwas zu kräftig zugeschlagen.
„Du wirst für deinen Verrat an unserem Volk hingerichtet."
Belustigt beobachtete er ihre Reaktion darauf seine Stimme in ihrer Muttersprache zu hören. Er hatte sich bisher gut rausreden können, hatte aber dafür gesorgt, dass die Möglichkeiten, dass sie seine wahre Person verrät minimiert wurden.
„Ich übernehme solange die Wache an deiner Zelle. Freu dich, bald kannst du ihm Gesellschaft leisten."
Ihre blauen Augen richteten sich auf ihn, Wut glänzte darin. Im Grunde konnte er sie auch verstehen, schließlich hatte er dafür gesorgt, dass sie zuerst zur Priesterin gewählt wird um sich danach verkriechen zu müssen, damit niemand sie hinrichtet. Zugegeben, es war schon erstaunlich, dass sie noch am Leben war.
„Cesare, ich sollte dir wirklich dankbar sein."
Ihre Stimme klang recht gefasst, für den Blick den sie ihm schenkte. Sie erhob sich langsam vom Boden, klopfte sich den Dreck von den Kleidern und ging auf die Zellentür zu. Cesare zog tatsächlich in Betracht ihr diese zu öffnen, ihr die Hoffnung zu schenken um diese dann direkt wieder zu zerstören.
„Du hast mir beigebracht, dass Menschen grausam und gewalttätig sind. Und bis zum Kern egoistisch. Und deshalb ist Dunkelheit alles was uns noch bleibt."
Ihre Worte waren leise, ruhig und fast schon ohne jede Spur von Emotion. Ihre Ruhe stand in so großem Gegensatz zu all den Gefühlen, die sich so tief in ihren Augen widerspiegelten. Der junge Mann lachte nur darüber.
„Nun, Priesterin, irgendwann musstest du ja verstehen, dass das Leben nicht so wunderbar ist, wie du dachtest."
Wieder schenkte sie ihm ein Lächeln, leichte Verwirrung machte sich in ihm breit. Hatte sie etwas vor? Hatte sie verbündete oder versuchte sie nur ihn zu verunsichern? Die Gedanken dieser Frau zu lesen war noch nie schwerer gewesen. Er musste sich schnell etwas überlegen und als ihm klar wurde, dass ihr vorzeitiger Tod das einzige war, was ihn retten könnte, zog er sein Messer aus der Halterung am Bein. Er fühlte sich eine Sekunde schlecht – nicht, weil er sie töten würde, sondern eher, weil er es nicht genießen konnte.


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